Wofür braucht man den Bitcoin?

Die ursprüngliche Idee, die hinter dem Bitcoin steckt, besteht darin, eine neuartige und von Banken unabhängige Zahlungsmethode darzustellen. Diese Zahlungsfunktion findet bisher allerdings nur in sehr geringem Umfang statt, denn stattdessen wird der Bitcoin zu über 90 Prozent zum Handel sowie zur Spekulation genutzt.

Bitcoin als dezentrales Zahlungsmittel oft noch nicht akzeptiert

Geschaffen wurde der Bitcoin im Jahre 2009, um eine Alternative zum klassischen Zahlungsverkehrssystem der Banken darzustellen. Fortan sollte in möglichst immer geringerem Ausmaß mit den klassischen FIAT-Währungen wie dem Euro bezahlt werden, sondern stattdessen mit digitalen Währungen. Zwar ist die Anzahl der Akzeptanzstellen insbesondere online in den letzten Jahren deutlich gewachsen, aber nach wie vor machen sämtliche Akzeptanzstellen des Bitcoin weniger als fünf Prozent aller Onlineshops und Online-Händler aus. Im Offline-Bereich, also in Geschäften, Restaurants, Hotels und an sonstigen Orten, ist die Akzeptanz noch einmal deutlich geringer. Insofern kann der Bitcoin zwar an manchen Orten und insbesondere in einigen Onlineshops zum Bezahlen genutzt werden, jedoch ist die Zahlungsverkehrsfunktion noch erheblich ausbaufähig, was die Anzahl der Akzeptanzstellen angeht.

Spekulieren auf Kursgewinne und Handel mit dem Bitcoin

Während die Zahlungsverkehrsfunktion des Bitcoins prozentual betrachtet nur relativ selten genutzt wird, stehen auf der anderen Seite das Spekulieren auf Kursgewinne und der Handel mit der Kryptowährung deutlich im Vordergrund. Zum einen haben spekulativ eingestellte Anleger die Möglichkeit, den Bitcoin direkt über spezielle Plattformen zu erwerben, die meistens als Cryptocoin Börsen oder Tauschbörsen bezeichnet werden. Zum anderen besteht seit geraumer Zeit alternativ die Möglichkeit, auf Kursgewinne zu spekulieren, nämlich mittels sogenannter Differenzenkontrakte (CFDs).

Es handelt sich dabei um den CFD-Handel, denn eine wachsende Anzahl von CFD-Brokern bietet mit Crypto-CFDs auch digitale Währungen als Spekulationsobjekte an. Spätestens seit den enormen Preissteigerungen im vergangenen Jahr (2017) nutzen immer mehr Menschen den Bitcoin, um in möglichst kurzer Zeit hohe Gewinne im drei- oder sogar vierstelligen Prozentbereich zu erzielen. Nicht zu vergessen ist in dem Zusammenhang jedoch das erhebliche Risiko, denn beispielsweise von Dezember 2017 bis März 2018 hat der Bitcoin mehr als 60 Prozent seines Wertes wieder verloren.